Anti-Aging - Krankheitsbezogene Prävention

Wenn Sie keine Erkrankungen haben, sich sowieso schon sehr viel mit Prävention beschäftigt haben, Ihre Nahrungsgewohnheiten nach neuen ernährungsmedizinischen Konzepten ausgerichtet haben und viel Sport treiben, jedoch wegen familiärer Belastung mit bestimmten Erkrankungen besorgt sind, können Sie auch die Möglichkeit nutzen, ein gezieltes Erkrankungs-Screening durchführen zu lassen.
Dies kann auch sinnvoll sein, wenn z.B. durch länger anhaltenden beruflichen und/oder privaten Stress uncharakteristische Befindlichkeitsstörungen auftreten, die den Verdacht auf eine Neurostresserkrankung ohne das Ausmaß einer eigenständigen depressiven Störung erreichen.
Gerade bei gezielten Fragestellungen muss nicht immer eine komplette Präventionsanalyse im Sinne der Anti-Aging-Medizin durchgeführt werden. Im Falle eines gezielten Screenings kann der Untersuchungsaufwand (und damit der finanzielle Aufwand) natürlich reduziert werden. Trotzdem kann ein gezieltes Therapiekonzept erreicht werden. Bei einer evtl. später doch gewünschten kompletten Anti-Aging-Analyse kann dann selbstverständlich der schon vorhandene Teil der Informationen genutzt werden.

Selbstverständlich ist außerhalb erweiterter Präventionsdiagnostik immer zu berücksichtigen, dass sich jeder Mensch um eine regelmäßige Tumorvorsorge kümmern muss. Tumorerkrankungen sind häufig, können jeden treffen und sind letztlich nur bei Frühdiagnose verlässlich gut behandelbar.
Folgender Zeitplan wird dabei empfohlen:

20 Jahre

  • gyn. Untersuchung Gebärmutterhalskrebs jährlich
  • Zahnvorsorge 2x jährlich

30 Jahre

  • gyn. Brustkrebsvorsorge jährlich
  • Hautkrebsscreening alle 2 Jahre

35 Jahre

  • Herz-Kreislauf-Nieren-Check alle 2 Jahre
  • Kleiner Hormonstatus (wenn o.B. wieder mit 40 Jahren)
  • Bei fam. Gebärmutterhalskrebsrisiko : vaginaler Ultraschall jährlich)

40 Jahre

  • Glaukom-Check alle 2 Jahre
  • Knochendichtemessung (alle 2 Jahre)
  • Basis.Mammographie
  • Organ-Check mit Ultraschall alle 2 Jahre (auch Hirngefäße)
  • Lungenfunktion  (ggf. nach 2 Jahren nochmals)
  • Komplette Herz-Kreislaufanalyse (evtl. wieder nach 2 Jahren)
  • Spezial Labor, Belastungs-EKG, Ultraschall Herz/Gefäße

50 Jahre

  • Magen-Darmkrebsvorsorge jährlich (zun. Hämoccult-Test) - Am besten auch Magen-Darm-Spiegelung
  • Mammographie alle 2 Jahre
  • Blasenkrebsvorsorge (Urin –Proteine) alle 2 Jahre